Wohnen muss bezahlbar bleiben 

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Wohnen muss bezahlbar bleiben 

Die Liste 83104 aus Tuntenhausen fordert konsequente Kurskorrektur bei Wohnbauprojekten

Die Wohn- und Mietsituation in der Gemeinde Tuntenhausen spitzt sich aus Sicht der Liste 83104 weiter zu – besonders für junge Familien, alleinerziehende Mütter oder Väter sowie für Seniorinnen und Senioren mit kleinen Renten. „In vielen Haushalten geht mittlerweile ein großer Teil des Einkommens allein für die Miete drauf“, stellt Gemeinderat Thomas Kranz fest. „Gerade Alleinverdiener rutschen damit oft an den Rand der wirtschaftlichen Belastbarkeit.“

Auch die sogenannten Einheimischen-Modelle mit vergünstigten Grundstückspreisen haben – trotz guter Absicht – vielfach nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Die Bewerbungsrunden zeigen deutlich, dass die Baukosten, die gestiegenen Zinsen, strengere Auflagen der Banken und die realen finanziellen Möglichkeiten vieler förderungswürdiger Familien nicht zusammenpassen. „Die Angebote greifen schlichtweg nicht mehr“, so Michael Haupert (Hohenthann), Kandidat der Liste 83104 für den neuen Gemeinderat.

Die Liste 83104 sieht mit Sorge, dass auch das geplante Großprojekt „Ostermünchen Mitte Teil A (Gemeinde) und Teil B (Bauträger)“ unsere zentralen Herausforderungen nicht löst. „Die bereits fortgeschrittene Planung, lässt befürchten, dass die hohen Baukosten und die legitimen Absichten des Bauträgers kein sozialverträgliches Modell ermöglichen. „Es droht ein weiteres Baugebiet, das am sozialen Bedarf der Bevölkerung vorbeigeht“, so die gemeinsame Einschätzung der Liste.

Neue Wege für die nächste Legislaturperiode

In ihrer letzten Zusammenkunft hat sich die Liste 83104 deshalb klar positioniert: In der kommenden Legislaturperiode will sie sich verstärkt dafür einsetzen, dass bei künftigen Grundstücksvergaben und Ausschreibungen, Modelle zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Mittelpunkt stehen.

Dabei fordert die Liste ein Umdenken im Gemeinderat:

• Statt fast ausschließlich Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften sollten künftig Mehrfamilienhäuser in den Fokus rücken, um Wohnraum effizienter zu schaffen.

• Der Erwerb von Grundstücken in Erbpacht sollte als dauerhafte Alternative geprüft und gefördert werden.

• Genossenschaftliche Modelle mit Bürgerbeteiligung bieten neue Ansätze, in der Gemeinde solidarisches Wohnen zu realisieren.

• Auch eine mögliche Beteiligung der Gemeinde an bestehenden kommunalen Unternehmen oder Wohnbaugenossenschaften sollte in den zuständigen Gremien endlich diskutiert werden.

• Die Gemeinde sollte – soweit rechtlich möglich – die Steuerungshoheit bei der Vergabe und Nutzung neuer Bauflächen behalten, um soziale und gemeinwohlorientierte Zielsetzungen sicherstellen zu können.

„Wenn wir wollen, dass Menschen aus unserer Gemeinde auch in Zukunft hier leben können – nicht nur gut situierte Käufer –, müssen wir handeln“, so Thomas Kranz abschließend. „Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit – und wird einer der Schwerpunkte unserer politischen Arbeit in der nächsten Amtszeit sein.“

Thomas Kranz für „Die Liste 83104“