Programmdiskussion in der Tafernwirtschaft

Für eine soziale, nachhaltige und transparente Kommunalpolitik!

Programmdiskussion in der Tafernwirtschaft

Tuntenhausen. Klare Kante zeigte die neue Wählergruppe „Die Liste 83104“ bei ihrer öffentlichen Programmdiskussion in der Tafernwirtschaft in Innerthann. Nur einen Tag nach ihrer Zulassung zur Wahl am 15. März 2020 ging es um Inhalte. Dass die Liste nicht nur von Verwaltung und Gemeinderat mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz fordert, sondern dies auch selbst lebt, zeigten die vielen Bürger, die die Möglichkeit nutzten und sich rege und kritisch einbrachten.

Spitzen- und Bürgermeisterkandidat Marcus Straßer machte eingangs deutlich, dass er dieser Linie auch als Bürgermeister treu bleiben möchte, um die Bürger rechtzeitig und umfassend zu informieren und einzubinden.

In ihrem Programm spricht sich „Die Liste 83104“ ganz klar gegen neue Trassen für den Brenner-Nordzulauf in der Gemeinde, gegen die Ansiedelung eines Aldi-Discounters und maßlosen Flächenverbrauch aus. Die Wählergruppe möchte vermehrt  auf Regionalität setzen und dadurch Wirtschaft und Landwirtschaft fördern. Das 11-seitige Programm umfasst sowohl Barrierefreiheit und ein Radwegekonzept wie auch Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz und zur Nachhaltigkeit.

Der SPD-Gemeinderat Herbert Prechtl, der auf Platz 2 der Liste kandidiert, appellierte an seine anwesenden Ratskollegen anderer Fraktionen, endlich für ein zeitgemäßes und übliches Informationssystem zu sorgen, um Beschlüsse im Sinne der Bürger fällen zu können. An der vermeintlichen Erfolgsbilanz des amtierenden Rathauschefs ließ Prechtl indes kein gutes Haar. „Sechs Jahre hat er doch nur vertröstet und verschoben, außer bei der Baulandausweisung“, so Prechtl.

Dass die Gemeinde im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden viel Potential zur Entwicklung hat, egal ob dies Transparenz, Nachhaltigkeit oder Mobilität betrifft, zeigt das Programm, dass im Wesentlichen Ideen aufgreift, die anderorts schon lange üblich und gängig sind. Neben der Förderung alternativer Energien wie in Glonn kamen diverse Beispiele zu den Themen Gemeinwohlökonomie wie die Fair-trade-Stadt Bad Aibling und Bürgerbeteiligung in Aßling, Bad Aibling oder Grafing. Hier appellierten auch einige der Gäste, endlich mehr Mut zu beweisen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

„Das ist die Diskussionskultur die Tuntenhausen braucht, um die Meinung aber auch das Wissen und die Ideen der Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen“ resümierte der Moderator Martin John am Ende der über dreistündigen Veranstaltung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

X